01.06.2016 Diskussionsveranstaltung in Berlin

Ukraine Freiheit für Ruslan Kotsaba

Berichte und Hintergründe
Mit seiner Ehefrau Uliana Kotsaba und
dem Journalisten Reinhard Lauterbach

19.30 Uhr
Galerie Olga Benario

Hier weitere Informationen.

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28. Januar 2016: Info-Veranstaltung in Berlin

Europas vergessener Holocaust

19.30 Uhr, Galerie Olga Benario, Richardstr. 104 (U-Bhf. Karl-Marx-Straße)
Mit Wolfgang Wippermann (FU Berlin),
Martin Holler (HU Berlin) und
Adrian Furtuna (Rodimata Research Center, Bukarest).

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Unser neuer blog

Er entwickelt sich langsam und ist unter hier zu finden.

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Unser neues Projekt: Genozid an Roma in Transnistrien – remember to resist!

In den nächsten Monaten werden wir uns schwerpunktmäßig mit einem Projekt zum Genozid an Roma während des Zweiten Weltkrieges beschäftigen, vorrangig im damaligen rumänischen Besatzungsgebiet. Wir fragen nach den historischen Abläufen, insbesondere aber nach der Erinnerungskultur in Deutschland, Rumänien, Moldawien und der Ukraine. Zu den zentralen Elementen des EU-Projektes gehört die Einbindung von acht jungen Roma aus allen vier Ländern und die gemeinsame Fahrt an die früheren Tat-Orte.
Hier folgt eine Zusammenfassung des Projektes auf englisch. Weitere Infos auf unserem bald eingerichteten blog!

„Genocide against Roma people: Remember to resist”
A project with young Roma from four countries.

Project period: 08-02-2015 (commemoration in Auschwitz) till december 2016
EU_Banner

Gefördert von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ)

Summary of the Project

The project aims to remember the faith of the Roma people in those regions which were under Romanian rule during the Second World War. The remembrance of the genocide shall promote social commitment against racist and antiziganist discrimination. Organisations of the Roma minority and young Roma from Germany, Ukraine, Moldavia und Romania involved, we shall question survivors of the Porajmos, scientific, political, social and media stakeholders and determine spots of remembrance in these four countries. For this purpose, we will organize an excursion of about two weeks in spring 2016. Participants are eight young Roma, each two of them from Germany, Romania, Moldavia and Ukraine. Before, in late summer 2015, we will identify persons and spots during a research.
On several occasions in all of the participant countries we will have public events to inform about the project and to discuss the historical facts as well as the challenges for commemoration and remembrance.

The „material“ effect of the project is an exhibition that remembers the majority societies as well as the Roma´s communities to this part of their common history, and further on reflects the antiziganist mechanisms that led to the Porajmos. The exhibition questions to what extent these mechanisms are still functioning today and shows examples how to combat them. We will also produce a video documentation about the project and a brochure.
Concerning the “non-material” effect, the common approach to the historical processes and the mutual exchange of today´s discriminatory experiences shall strengthen the young Roma´s capacities to self-organisation and empower them to better engage in social and political processes of the majority societies. In Germany, the exhibition shall reflect this special aspect of Nazi-crimes that is almost forgotten.

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Veranstaltung: “Krieg der Erinnerungen in der Ukraine und in Deutschland”

3. Juli 2015, 19 Uhr, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstr. 13-14, Berlin, Saal B, 2. Etage

kde_ukrErinnerung an den Holocaust vs. Rehabilitierung nationalistischer Kollaborateure?

Der „Krieg der Erinnerungen“ tobt in der Ukraine heftiger denn je.

Die Geschichte des Landes wird zunehmend aus ethnisch-nationalistischer Sicht dargestellt. In die behauptete Traditionslinie eines hundertjährigen Kampfes um nationale Unabhängigkeit werden auch nationalistische Milizen, Kollaborateure des Nazi-Reiches und Freiwillige der Waffen-SS eingereiht.

Die Erinnerung an den Holocaust, der schon zu Sowjetzeiten als Marginalie behandelt wurde, droht verloren zu gehen. Jedes dritte Holocaust-Opfer stammte aus der Ukraine – aber noch immer gibt es kein zentrales Mahnmal, kaum Literatur. Stattdessen gibt es in Politik und Gesellschaft eine Rehabilitierung jener, die als Komplizen am Holocaust beteiligt waren.

 

Auch in Deutschland haben „antitotalitäre“ Deutungsmuster sowie die Gleichsetzung von kommunistischer Herrschaft und Nazireich Konjunktur. Auch hier droht durcheinanderzugeraten, wer während der NS-Herrschaft Täter, wer Opfer war.

Unsere Referentinnen und Referenten berichten über die unterschiedlichen Formen der Erinnerung an den Holocaust, über ihren Kampf gegen das Vergessen und gegen die Rehabilitierung der Täter.

 

Auf dem Podium:

 

Boris Zabarko, Kiew. Historiker und Vorsitzender der Vereinigung jüdischer ehemaliger Häftlinge der Ghettos und nationalsozialistischer Konzentrationslager.

Günter Morsch, Oranienburg. Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.

Grzegorz Rossolinski-Liebe, Berlin. Historiker, Experte zur Geschichte der Organisation Ukrainischer Nationalisten/Ukrainische Aufständische Armee (OUN-UPA).

Flyer als pdf

Koveranstalterin: VVN-BdA Berlin. Gefördert von der Stiftung Erinnerung-Verantwortung-Zukunft (EVZ) und der Bertha-von-Suttner-Stiftung.

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Ausstellung – Moorsoldaten in Norwegen

plakatMoorsoldaten – so nannten sich die politischen Gefangenen in den Emslandlagern, die als erste von den Nazis ausgeschaltet wurden. Ab Kriegsbeginn kamen dort dann Strafgefangene der Wehrmacht, Kriegsdienstverweigerer und Deserteure hinzu. Von ihnen wurden 1942 ca. zweitausend Gefangene zur Zwangsarbeit ans Nordkap verfrachtet, um für die OT (Organisation Todt) unter menschenunwürdigen Bedingungen Verteidigungsanlagen und Straßen zu bauen und diese im Winter schneefrei zu halten.
Gemeinsam mit dem Antikriegsmuseum in Narvik, das dem Thema ein neues Museum widmet, sowie gemeinsam mit der Berliner VVN/BdA wollen wir die Geschichte der Moorsoldaten in Nordnorwegen aus der Versenkung holen.

Wir nähern uns dabei auf der Basis von Rechercheergebnissen, künstlerisch-politisch aber auch persönlich dem Thema an.
Ausstellung Hintergund und Motivation

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Ukraine: Kontaminierte Erinnerung

Die ukrainische Zivilgesellschaft feiert einen faschistischen »Freiheitskämpfer« und degradiert den Holocaust zur Marginalie. Eine geschichtspolitische Reise nach Lwiw und Kiew.
Der Rathausplatz von Lwiw im Spätsommer: Eine Gruppe von Fahrradfahrern kämpft für mehr Platz auf der Straße. Auf ihrer Fahne steht »Critical Mass«. So sieht sie also aus, die ukrainische Zivilgesellschaft. Wie in Deutschland. Anders als in Deutschland: Der Anführer ruft »Slawa Ukraini«, die Menge antwortet »Heroiam Slawa«, »Ruhm der Ukraine – Ruhm den Helden«. Es folgt die Parole: »Ruhm der Nation – Tod den Feinden«. Das Ganze wiederholt sich mehrfach, Passanten rufen der Menge die Parolen zu, die freudig antwortet. Neu sind die Schlachtrufe nicht, es sind die Grußformeln der faschistischen Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und ihres 1942 gegründeten militärischen Arms, der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA)….

Im September war ein kleines Team von uns und der Pinima-Produktion auf einer “erinnerungspolitischen” Reise nach Lwiw und Kiew. Wir wollten wissen, wie tiefgreifend die Verehrung von Bandera und der Organisation Ukrainischer Nationalisten ist, und welche Bedeutung das für die Erinnerung an den Holocaust hat. Dazu hat Frank Brendle in der jungen Welt einen Reisebericht veröffentlicht (Gleich eine Berichtigung: Die Fotos in diesem Artikel werden falsch zugeordnet, sie sind von pinima-Produktion. Online ist das von der jW korrigiert worden.). Wir werden in den nächsten Tagen noch mehr Eindrücke von dieser Reise veröffentlichen, die teilweise auch über das rein Erinnerungspolitische hinaus gehen.
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Lettland: Salaspils

Den Aufenthalt in Riga haben wir auch dazu genutzt, Interviews zu führen: Mit dem Historiker Maris Ruks und der Vizedirektorin des Ghetto-Museums. Wir werden sehen, inwiefern wir die Interviews hier veröffentlichen können. Außerdem haben wir uns die Gedenkstätte Salaspils angesehen. Ein videographischer Eindruck hier (von Arndt Beck).

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Antifa in Lettland: Nicht nur Blumen am “Tag der Legionäre”

Protest am Dom
Wie weiter unten in diesem Blog zu sehen ist, gab es in diesem Jahr einen Aufruf zu internationalen Protesten gegen den Waffen-SS-Gedenkmarsch in Riga. Rund 30 AntifaschistInnen aus Deutschland sind nach Riga gekommen, um dort die Aktivitäten von “Lettland ohne Nazismus” und dem Lettischen Antifaschistischen Komitee zu unterstützen. Ein gemütlicher Wochenendausflug war es nicht: Fast 50 Stunden Busfahrt (hin und zurück) bei rund 24 Stunden Aufenthalt. Aber gelohnt hat es sich. Weiterlesen

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“Слава Україні — Героям Слава”: Faschisten zum Vorbild

Vorbemerkung: Eine abschließende Bewertung der Ereignisse auf dem Maidan werden wir hier nicht vornehmen. Wir bleiben bei unserem Schwerpunktthema: Geschichtspolitik in Osteuropa. Dazu dieser Text.

Viele Oppositionelle auf dem Kiewer Maidan berufen sich auf die »Organisation Ukrainischer Nationalisten«. Deren Milizen ermordeten während des Zweiten Weltkriegs Zehntausende Polen und Juden. (junge Welt, 20. 2. 2014)
Die Massenproteste in der Ukraine werden von westlichen Medien und Regierungen überwiegend als Ausdruck demokratisch-europäischer Werte dargestellt. Im Selbstverständnis vieler Demonstranten mögen sie dies auch sein. Doch das Geschichtsverständnis, das sie transportieren, hat mit einem demokratischen Europa nichts zu tun, sondern vielmehr mit der klammheimlichen Rehabilitierung einer faschistischen Bewegung. Weiterlesen

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